Nürnberg

Nürnberg hatte seit seiner Gründung im Jahr 1050 Marktrecht und lag verkehrs­günstig an den großen Handelswegen im Zentrum Europas. Handwerk und Handel waren seit dem Mittelalter Grundlage des wirtschaftlichen Aufschwungs der Stadt. Mit etwa 50.000 Einwohnern um die Mitte des 16. Jahrhunderts war Nürnberg nach Köln die bevölkerungsreichste Stadt des Reichs. Der Anteil der Handwerker betrug dabei etwa die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Mit der Herstellung innovativer und hochqualitativer Produkte vor allem aus dem metallverarbeitenden Handwerk: Drähte, Messer, Scheren, Küchenutensilien, Schmuck, Bleistifte, Waffen aller Art, Uhren, Präzisionsinstrumenten für Navigation und Kartograpie etc., aus der Textilproduktion und dem Musikinstrumentenbau waren Nürnberger Handwerker europaweit bekannt und geschätzt. Auch die erste Papiermühle Deutschlands wurde hier 1390/91 in Betrieb genommen, und nach der Erfindung des modernen Buchdrucks durch Johannes Gutenberg um 1450 etablierte sich Nürnberg rasch als eines der Zentren des Buchdrucks und des Buchhandels.

Literatur: Michael Diefenbacher: Nürnberg, Reichsstadt: Politische und soziale Entwicklung. In: Historisches Lexikon Bayerns, URL: <http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Nürnberg, Reichsstadt: Politische und soziale Entwicklung> [22.02.2017].

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